CPI-Kompression

Verdichterventil für Herausforderungen im Bereich Instandhaltung in entlegenen Gebieten.

Der wahrscheinlich wertvollste Aspekt für eine abgelegene Offshore-Plattform ist Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit ist hier nicht in dem auf die Umwelt bezogenen Sinne gemeint, sondern eher als deutlicher Mehrwert von Produkten, die nur eines minimalen Wartungsaufwands bedürfen, um mit Spitzenleistung zu funktionieren. Von Ölringen bis hin zu abgelegenen Raffinerien, Außenreparaturarbeiten, der durchschnittlichen Zeit für Anlagenstillstände und Produktionsverlusten. Diese abgelegenen Betriebsstandorte haben oftmals nicht die nötigen Kenntnisse und Ressourcen zum Ausführen einer fachgerechten Wartung und Überholung. Diese Standorte haben nur begrenztes Personal, einem limitierten Zeitraum und begrenzten Platz für die Anlieferung von Equipment zur Verfügung, das für eine effiziente und sichere Wartung notwendig ist.

2009 gab es im Kongo Gespräche zwischen den Arbeitern einer Anlage und einem weltweit tätigen Ventilhersteller. Aus diesen Verhandlungen ging ein Produkt hervor, das die Off-Shore-Branche und den Fernbetrieb optimiert hat. Dies bedeutete auch einen Wandel von gerätespezifischen hin zu entfernten Standorten, wobei der Schwerpunkt auf einer schnellen und einfachen Instandhaltung liegt.

In eben diesem Zusammenhang hat Compressor Products International (CPI) das Hi-Flo™ RS-Ventil eingeführt. CPI merkt an, dass sich dieses Ventil beim Einsatz an entlegenen Orten sowie bei Offshore-Anwendungen aufgrund der austauschbaren PEEK Sitzplatte von anderen Produkten abhebt. Die Arbeiter benötigen keine speziellen Fähigkeiten oder Werkzeuge, um das Ventil für die Durchführung von Wartungsarbeiten auszubauen. Das Ventil muss für Wartungsarbeiten nicht an einen Ort außerhalb der Anlage geliefert bzw. an Land verschifft werden.

Diese Reise begann in einer abgelegenen Anlage eines bekannten, weltweit operierenden, Unternehmens aus der Öl- und Gasbranche. Für mehrere Jahre arbeitete CPI mit dem Kunden im Kongo zusammen, um die Akzeptanz und Dynamik in der Branche für das Hi-Flo RS-Ventil zu testen und zu entwickeln. Der Kunde hat das Hi-Flo RS-Ventil an einem seiner neun Kompressoren auf einer Offshore-Plattform getestet und zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Das Unternehmen entschied daraufhin, alle seiner neun Kompressoren mit CPI Hi-Flo RS-Ventilen auszurüsten und so den Wartungsaufwand und Anlagenstillstände zu reduzieren. Im Jahr 2016 waren alle neun Kompressoren des Unternehmens vollständig mit dem neuen Produkt ausgerüstet und die Marktdynamik des neuartigen Ventils nahm zu.

Dieses Öl- und Gasunternehmen gab sich nicht damit zufrieden, nur die Anlage im Kongo auszurüsten. Nachdem das Unternehmen eine Empfehlung an seine anderen Anlagen im nahegelegenen Gabun abgegeben hatte, tauschte man auch an diesem Standort die Ventile einiger Kompressoren gegen Hi-Flo RS-Ventile aus.

Ein Vertreter dieses speziellen Kunden hat seine Zufriedenheit, was das Hi-Flo RS-Ventil angeht, folgendermaßen zusammengefasst: “Das CPI Hi-Flo RS-Ventil ist die Antwort auf unsere Probleme. Wir müssen die Ventile nicht überarbeiten und benötigen auch kein spezielles Werkzeug für die Wartungsarbeiten. Außerdem müssen wir keine kompletten Ventile, sondern nur die Instandsetzungs-Kits im Lager bevorraten. Wir konnten auch ungeplante Anlagenstillstände reduzieren.”

Da die erforderlichen Wartungsarbeiten direkt vor Ort ausgeführt werden können, ist ein Produkt wie dieses besonders gut für den Einsatz an abgelegenen Orten geeignet. Andernfalls müssten die Arbeiter zusätzliche Arbeit erbringen, indem sie das Ventil entfernen, an Land verschiffen und dann darauf warten, dass ein hochqualifizierter Ingenieur oder Techniker die Wartungsarbeiten ausführt. Dieser Aufwand für die Instandsetzung ist sehr umfangreich. Es müssen etliche Ventilbauteile bearbeitet oder manuell ersetzt werden. Anschließend wird das Ventil wieder zurück zur Anlage geliefert und dort erneut eingebaut. Dieser gesamte Prozess führt zu längeren Anlagenstillständen, einer geringeren Produktivität, einem erhöhten Risiko für Probleme, die mit der Auslieferung zu tun haben, sowie zu Unannehmlichkeiten für den Anlagenbetreiber.

Für die Überholung des Hi-Flo RS-Ventils, verwenden die Arbeiter zum Säubern und Öffnen des Ventils sowie zum Austausch der Sitzplatte das CPI Kit (Valve Refurbishing Kit), das oftmals direkt auf der Plattform gelagert wird. Da für diese Art der Wartungsarbeiten keine speziell ausgebildeten Arbeiter erforderlich sind, werden auch Personalkosten eingespart. Jeder Arbeiter kann diese Aufgabe schnell und effizient ausführen.

Da der neue Ventil-Sitz dieselben Abmessungen hat wie der ursprüngliche, ist beim Wiedereinbau des Ventils keine komplizierte Anpassung mittels Unterlegscheiben und Dichtungsringen erforderlich.

Es ist tatsächlich so, dass Wartungsarbeiten, die für andere Ventiltypen Tage oder Wochen beanspruchen, für das Hi-Flo RS-Ventil innerhalb von fünf Minuten durchgeführt werden können. Dieser vereinfachte Prozess ist von unschätzbarem Wert.

Als unser Ventil erst einmal die Grenze zu dem an der Küste gelegenen Gabun passiert hatte, hat ein weiteres Unternehmen aus der Öl-und Gasförderung in Gabun von unserem Ventil gehört und für seine abgelegen Anlagen Interesse daran gezeigt. Der Standort lag zwar nah an der Küste, aber immer noch in einem abgelegenen und schwer zugänglichen Gebiet. Das Unternehmen hat die Vorzüge dieser Ventile erkannt und sie in die firmeneigenen Kompressoren eingebaut.

Dieser erste Kunde im Kongo war nicht nur der Erste, der das Hi-Flo RS-Ventil in seiner Anlage zum Einsatz gebracht hat. Dieser Kunde hat das Produkt auch mit uns gemeinsam ins Leben gerufen. Der Kunde hat für viele Jahre das herkömmliche Scheibenventil von CPI verwendet und hat erkannt, dass es bei der Bearbeitung und der Instandhaltung der Ventile an abgelegenen Orten erhebliche Herausforderungen gibt. Einfach ausgedrückt, hatte das Unternehmen keine gut ausgerüsteten Wartungs-Werkstätten vor Ort und konnte somit die Ventile nicht zeitnah Instand setzen. Gleichzeitig wollte CPI die Wartung seiner Kompressorventile verbessern und weiterentwickeln, sodass die Rückmeldung des Unternehmens im Kongo gerade zur rechten Zeit kam. Das Ergebnis war ein Produkt, das im Kompressor-Marktsegment Seinesgleichen sucht.

Auch heute hat das Hi-Flo RS-Ventil auf dem internationalen Markt bei Weitem noch nicht die Stellung, die es haben könnte und sollte. Die Betreiber etlicher großflächiger Anlagen haben den Wechsel zum Hi-Flo RS-Ventil bereits vorgenommen. Dieses Produkt, mit dem Konzept des selbsterhaltenden Betriebs an abgelegenen Orten, könnte die gesamte Off-Shore-Branche revolutionieren.

Es ist uns gelungen, die Wiederinstandsetzung von Ventilen und Kompressoren deutlich zu verbessern, sodass auch der tägliche Betrieb einer Offshore-Anlage oder einer abgelegenen Anlage deutliche Verbesserungen erfährt. Es sind keine Schulungen und keine speziellen Werkzeuge erforderlich, es wird keine Verschiffung der Ventile benötigt und es gibt keine Stillstandszeiten, sodass die Arbeiter ihre Anstrengungen ganz auf die Produktion und die Leistung konzentrieren können.

Dieser Artikel ist ursprünglich in der Oktober-Ausgabe 2018 des Offshore Magazine erschienen. Hier können Sie den gesamten Artikel sehen.